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[Letzte Aktualisierung: 23.04.2007] [ IA 66 ] Jastorf und Latène.Kultureller Austausch und seine Auswirkungen auf soziopolitische Entwicklungen in der vorrömischen Eisenzeit. Jochen Brandt Hardcover Untersucht wird der Zusammenhang zwischen der Differenzierung der Jastorfkultur und der "Latènisierung" ihrer Sachkultur anhand der anthropologischen Modelle von Prestigeökonomie und core-periphery-Modell. Die Latènisierung erfolgte in 4 Phasen von Osten und erst spät von Westen [1. schwach im Süden, 2. Trachtbestandteile im gesamten Jastorfbereich, 3. Abschwächung, 4. viele latènoide Objekte, zuvor nicht als Grabbeigabe]. Berührt wurde nur die materielle Kultur, technische Innovationen fehlten, die Funktion blieb gewahrt. Der Kulturtyp wird als segmentäre Gesellschaft bestimmt, die durch die Autonomie der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Einheiten zu diffusen archäologischen Befunden führt und mit Häuptlingstümern gleichgesetzt wird. Beobachtet werden Bevölkerungsverschiebungen aufgrund ökologischer Ursachen, wachsende Ressourcennutzung, Bevölkerungskonzentration [Dörfer, Zentralfriedhöfe], steigender Organisations- und Führungsbedarf und Militarisierung. Weitere Faktoren sind Freigebigkeitsideale mit zeremoniellem, egalitär-redistributivem oder reziprokem Austausch sowie eine magisch-rituelle Bedeutung fremder Kulturelemente.
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